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Milchalternativen im SIPCAN-Check

Vegane Produkte liegen im Trend. Auch im Milchregal gibt es mittlerweile ein großes Angebot an pflanzlichen Alternativen. Der aktuelle SIPCAN Zuckercheck ergab: Zwei Drittel aller Pflanzendrinks und -produkte zum Löffeln im österreichischen Handel entsprechen den Orientierungskriterien von SIPCAN und können damit eine gesündere Lebensweise unterstützen.

 


Fünf Flaschen mit Pflanzenmilch und verschiedene Ausgangsprodukte wie Mandeln, Reis, Kokos, Hafer, Sojabohnen


Einmal jährlich überprüft SIPCAN im Rahmen seiner Initiative zur Zuckerreduktion verschiedene Produktsegmente im österreichischen Handel auf ihren Zuckergehalt. Neben Getränken, Milchprodukten sowie Müslis & Cerealien wurden 2022 auch erstmals pflanzliche Milchalternativen recherchiert. Rund 400 Produkte wurden dafür genauer unter die Lupe genommen und der Zucker- bzw. Süßstoff- und Fettgehalt erfasst. Durch eine Auflistung aller Produkte und Ergebnisse in einer online Datenbank werden die Produkte für Konsument*innen vergleichbar gemacht.

 

Milchalternativen: Orientierungskriterien für eine gesündere Auswahl

In Anlehnung an die Empfehlungen der WHO und der DACH-Referenzwerte wurden folgende Orientierungskriterien für empfehlenswerte Milchalternativen festgelegt:

  • max. 6,7 g Zucker pro 100 g bzw. ml Produkt (inkl. natürlich enthaltenem Zucker)

  • keine Süßstoffe und/oder Zuckeraustauschstoffe

  • max. 4,2 g Fett pro 100 g bzw. ml Produkt

 

Die Ergebnisse im SIPCAN Zuckercheck

Die Ergebnisse des aktuellen SIPCAN Zuckerchecks zeigen: Zwei Drittel (67 %) aller recherchierten Milchalternativen entsprechen bereits den genannten Orientierungskriterien. Das sind 2 % mehr als im Jahr davor.

  • Der durchschnittliche Zuckergehalt liegt aktuell bei 4,5 g pro 100 g bzw. ml. Im Vergleich zu 2022 ist dieser Wert um ca. 0,1 g/100 g bzw. ml gesunken – eine minimale durchschnittliche Veränderung, die jedoch in die richtige Richtung geht.

  • Beim Fettgehalt schneidet der Großteil der Milchalternativen ebenfalls gut ab. Der durchschnittliche Fettgehalt liegt mit 2,7 g deutlich unter dem Grenzwert. Nur 14 % der Produkte enthalten mehr als 4,2 g Fett pro 100 g bzw. ml. Hier spielt besonders das Ausgangslebensmittel eine große Rolle. Die meisten Produkte mit einem erhöhten Fettgehalt sind Milchalternativen auf Kokosbasis.

  • Positiv fällt auf, dass nach wie vor in keinem Produkt Süßstoffe verwendet werden.

  • Erwähnenswert ist auch der hohe Bio-Anteil von 71 % in diesem Produktsegment.

 

Milchalternativen genau überprüfen

Auch wenn die Milchalternativen größtenteils gut abschneiden – es lohnt sich, beim Kauf einen genauen Blick auf die Zutatenliste und Nährwertkennzeichnung zur werfen. Alternativ und besonders einfach können die Produkte im online Zuckercheck überprüft werden. 

 

Die tatsächliche Zuckeraufnahme hängt natürlich auch stark von der konsumierten Produktmenge ab. Daher sollten speziell jene Milchalternativen, die nicht den SIPCAN-Kriterien entsprechen, in möglichst kleinen Portionen angeboten bzw. konsumiert werden (maximal 250 ml bzw. g).

 

 

 

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