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Milchalternativen-Check zeigt deutliche Nährwert-Unterschiede

  • Autorenbild: Bastian Preissler
    Bastian Preissler
  • vor 2 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Pflanzliche Milchalternativen gelten als nachhaltige und gesunde Wahl – doch ein genauer Blick zeigt deutliche Unterschiede. Der aktuelle Milchalternativen-Check von SIPCAN macht sichtbar, dass nicht jedes Produkt ernährungsphysiologisch überzeugt. Vor allem kokosbasierte Alternativen schneiden schlecht ab.


Bild mit Alternativen Milchsorten und deren Rohstoffen in Vogelperspektive - Text: Milchalternativen im Check 2026


Pflanzlicher Boom mit wachsender Bedeutung


Pflanzliche Milchalternativen sind längst fixer Bestandteil moderner Ernährungsgewohnheiten. Entsprechend stark wächst die Nachfrage: Bereits rund jeder zweite Haushalt greift zu pflanzlichen Alternativen. Besonders Milchalternativen verzeichnen ein beeindruckendes Wachstum – mit einem Absatzplus von über 38 % innerhalb von zwei Jahren (laut aktueller RollAMA). Doch trotz ihrer Beliebtheit unterscheiden sich diese Produkte erheblich in ihrer ernährungsphysiologischen Qualität.

 

Der Rohstoff macht den Unterschied


Unser aktueller Milchalternativen-Check von 444 Produkten am österreichischen Markt zeigt, dass rund ein Drittel der Milchalternativen (32 %) die von SIPCAN empfohlenen Grenzwerte für den Zuckergehalt (maximal 6,7 g pro 100 ml oder g) und Fettgehalt (maximal 4,2 g pro 100 ml oder g) sowie den Verzicht auf Süßungsmittel nicht erfüllt. Was besonders auffällt: Die Nährwerte unterscheiden sich deutlich je nach Rohstoff, aus der das jeweilige Produkt hergestellt wurde.

 

Kokosprodukte ernährungsphysiologisch im Nachteil


Im Vergleich schneiden Milchalternativen auf Kokosbasis deutlicher schlechter ab. Sie weisen im Durchschnitt einen höheren Zucker- als auch Fettgehalt auf (7,1 bzw. 6,5 g) und überschreiten daher häufig die empfohlenen Grenzwerte. Nur 12 % aller Produkte auf Kokosbasis erfüllen die vorgegebenen Kriterien.


Hinzu kommt die ungünstige Fettqualität, oder wie dies unser Vorstand und Internist Friedrich Hoppichler in der heutigen Presseinformation erklärt: „Kokosfett enthält einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, während ungesättigte Fettsäuren – die für die Herz-Kreislauf-Gesundheit besonders relevant sind – deutlich geringer vertreten sind.“

 

Hafer und Mandel als ausgewogenere Optionen


Im Vergleich dazu zeigen Milchalternativen auf Basis von Hafer und Mandeln deutlich günstigere Nährstoffprofile. Der Zuckergehalt liegt im Schnitt bei Hafer- bei 4,3 g und bei Mandelprodukten bei 2,1 g (pro 100 ml oder g). Milchalternativen auf Haferbasis enthalten durchschnittlich 1,9 g Fett, jene auf Mandelbasis 2,1 g. Mit jeweils 85 % der Produkte erfüllen deutlich mehr die Orientierungskriterien.

 

Trinkprodukte schneiden besser ab


Neben dem Rohstoff unterscheiden sich die Ergebnisse auch je nach Verzehrsform. Während rund 90 % der trinkbaren Milchalternativen die definierten Kriterien erfüllt, sind es nur 25 % unter den Produkten zum Löffeln. Hier kommt auch zum Tragen, dass über ein Drittel aller Löffelprodukte auf Kokos basieren.

 

Bewusste Auswahl als Schlüssel


Diese Ergebnisse machen deutlich, dass pflanzliche Milchalternativen differenziert betrachtet werden sollten. Eine bewusste Auswahl anhand von Zutatenliste und Nährwerttabelle ist entscheidend, um gesundheitlich die bessere Wahl treffen zu können. Wer bei ungünstigeren Produkten auf eine kleine Portionsgröße achtet, kann auch auf diesem Weg seine Zucker- und Fettzufuhr moderat gestalten.

 

Wer seine Lieblingsprodukte checken möchte, findet alle Ergebnisse des Milchalternativen-Checks in unserer frei zugänglichen Online-Datenbank unter www.sipcan.at/milchalternativen-check.

 

Presseinformation, 19.03.2026 (APA-OTS):



 

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