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Wie SIPCAN-Kriterien bundesweit wirken: von Empfehlungen zur Umsetzung

Autorenbild: Sabine Dämon
Sabine Dämon
vor 10 Minuten
2 Min. Lesezeit

Die SIPCAN-Kriterien zur Zuckerreduktion sind heute in wichtigen bundesweiten Empfehlungen und Richtlinien verankert. Sie geben klare Orientierung für die Gestaltung eines gesundheitsfördernden Angebots – von der Schulverpflegung bis zu Getränken, Milchprodukten, pflanzlichen Milchalternativen und Müslis & Cerealien im Handel. Mit den jährlichen Zuckerchecks sowie den Schulbuffet- und Getränkeautomaten-Checks fördert SIPCAN die Transparenz und treibt die Zuckerreduktion in Österreich voran.


 

Schulbuffet am Sigmund-Freud-Gymnasium, Wien
Schulbuffet am Sigmund-Freud-Gymnasium, Wien

 

Klare Kriterien, breite Wirkung

 

Im Rahmen der Initiative Zuckerreduktion wurden vor 16 Jahren die SIPCAN-Kriterien für Getränke und Milchprodukte in Abstimmung mit den damals für Gesundheit und Bildung zuständigen Bundesministerien und weiteren Fachinstitutionen bzw. -expert*innen entwickelt. Sie sind heute nicht nur Bestandteil der Leitlinie Schulbuffet, auch in der Richtlinie des Österreichischen Umweltzeichens für Schulen und Pädagogische Hochschulen wird bei den Anforderungen an die Verpflegung bei Getränken, Milchprodukte und Müsli ausdrücklich auf die jeweils aktuellen SIPCAN-Kriterien verwiesen.

Damit reichen die Kriterien über eine reine Orientierungshilfe für Konsument*innen hinaus: Sie dienen als Grundlage für bundesweite Empfehlungen und Leitlinien, die das Lebensmittelangebot in Bildungseinrichtungen konkret mitgestalten.

 

 

Schulbuffets und Getränkeautomaten: SIPCAN an Österreichs Schulen

 

Mit dem Schulbuffet- und dem Getränkeautomaten-Check unterstützt SIPCAN Schulen und Verpflegungsbetriebe dabei, die Empfehlungen in die Praxis umzusetzen. Die Kriterien zur Zuckerreduktion sind dabei u. a. ein wesentlicher Bestandteil der Bewertung.

Im Schuljahr 2025/26 wurden 172 Schulbuffets für ihr gesundheitsförderliches Verpflegungsangebot für rund 107.000 Schüler*innen ausgezeichnet. Zusätzlich erhielten Getränkeautomaten an 47 Schulen eine Auszeichnung. Rund 32.700 Schüler*innen konnten damit von einem von SIPCAN geprüften Getränkeangebot profitieren.

 

 

Jährliche Zuckerchecks schaffen Transparenz

 

Auch die SIPCAN Zuckerchecks, die jährlich das Angebot von Getränken, Milchprodukten, pflanzlichen Milchalternativen sowie Müslis & Cerealien im österreichischen Handel erfassen und basierend auf den jeweiligen Kriterien analysieren, tragen zur Umsetzung in der Praxis bei. Sie machen nicht nur den Zuckergehalt des aktuellen Angebots vergleichbar – die Ergebnisse zeigen auch, wie sich das Sortiment entwickelt und bieten Herstellern Orientierung für die Weiterentwicklung ihrer Produkte. So sank der Zuckergehalt in Getränken (ohne Süßungsmittelzusatz) in den letzten 16 Jahren um 22,0 % (von durchschnittlich 7,53 g auf aktuell 5,87 g pro 100 ml), in Milchprodukten (ohne Süßungsmittelzusatz) in den letzten 14 Jahren um 20,7 % (von 14,09 g auf 11,17 g pro 100 ml bzw. g).

 

Die Kriterien bilden zudem die fachliche Grundlage für das SIPCAN-Gecheckt-Logo. Es ermöglicht Herstellern ihre Produkte zu kennzeichnen, wenn diese die jeweils geltenden Anforderungen erfüllen.

 

 

2027 – die nächsten Schritte

 

Um die Zuckerreduktion weiter voranzutreiben, sind für 2027 weitere Anpassungen vorgesehen. In Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium werden die SIPCAN-Kriterien für Getränke von derzeit maximal 6,3 auf 6,0 g Zucker pro 100 ml und für Milchprodukte von 11,0 auf 10,5 g Zucker pro 100 ml bzw. 100 g gesenkt. Die niedrigeren Grenzwerte sind in der aktuellen Leitlinie Schulbuffet bereits auch mit entsprechenden Übergangsfristen versehen. Damit wird die Weiterentwicklung der Anforderungen im Sinne einer schrittweisen, nachhaltigen Reduktion des Zuckergehalts (ohne Ersatz durch Süßstoffe) von Lebensmitteln in Österreich fortgesetzt.

 

 

Ein gemeinsamer Maßstab für weniger Zucker

 

Ob in bundesweiten Empfehlungen, bei der Auszeichnung von Schulbuffets und Getränkeautomaten oder bei der jährlichen Überprüfung des Produktangebots: Die SIPCAN-Kriterien verbinden wissenschaftlich fundierte Orientierung mit konkreter Umsetzung. So unterstützen sie die schrittweise Verbesserung des Lebensmittelangebots und tragen dazu bei, die gesündere Wahl im Alltag zu erleichtern.

 

 

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