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Regional statt global

Mit Sorge blicken wir täglich auf die globale Krise. Was bisher Alltag unseres globalen Handelns war, scheint plötzlich in Frage gestellt. Eingeschränkt auf unseren lokalen Umkreis erleben wir zunehmend wieder das als wichtig, was uns „nahe“ ist.

Den meisten von uns ist bereits klargeworden, wie wertvoll die weitgehende Selbstversorgung eines Landes etwa auch bei Lebensmitteln ist. Das System aus Produktion, Anlieferung und Verkauf funktioniert – die Supermarkt-Regale sind (großteils) voll. Dass vielleicht bestimmte liebgewonnene Markenprodukte im Moment nicht verfügbar sind, zählt eigentlich zum Luxus-Problem.

Besondere Wertschätzung erfahren gerade auch viele regionale Vermarkter und besonders engagierte Betriebe mit Lieferangeboten: von innovativen Hofläden mit Bestell- und Abholmöglichkeit, über kleine Nahversorgergeschäfte mit Lieferservice, bis hin zum Bäcker, der frühmorgens mit seinem mobilen Verkaufswagen frisches Frühstücksgebäck zur Haustür bringt (und damit Kindheitserinnerungen weckt, ein echtes Luxusservice!)

Halten Sie Augen und Ohren offen, welche Angebote es in Ihrer Nähe gibt. Fragen Sie bei Bekannten oder Nachbarn nach. Oder informieren Sie sich online. Web-Plattformen sprießen geradezu aus dem Boden, die KonsumentInnen aber vor allem auch regionale Betriebe in dieser wirtschaftlich herausfordernden Zeit unterstützen möchten. Die Wirtschaftskammer hat soeben mit „Regional einkaufen – Österreich bringts!“ eine bundesweite Initiative dazu gestartet.

In den Bundesländern selbst gibt es ebenso hilfreiche Adressen, wo man jedenfalls fündig wird: Steiermark: www.wko.at/steirischeinkaufen Kärnten: www.daspackma.at Tirol: www.wirkaufenin.tirol Oberösterreich: www.lieferserviceregional.at Burgenland: www.gemeinsamschaffenwirdas.at Darüber hinaus bringt uns der Frühling Glück in der Krise, denn das erste Gemüse wächst und gedeiht. Besonders glücklich ist da natürlich, wer einen Balkon oder Garten sein Eigen nennen darf, um Salat, Radieschen oder Kräuter selbst zu hegen und zu pflegen. Aber auch wer diese Möglichkeiten nicht hat, kann sich durch ein wöchentliches „Gemüsekisterl“ frisches Grün nach Hause liefern lassen.

Nehmen wir diese globale Krise als Chance, das Regionale wieder mehr zu schätzen, zu fördern, in den Fokus zu rücken. Es steht die Hoffnung, dass einiges davon darüber hinaus erhalten bleibt.

In diesem Sinne wünscht das gesamte SIPCAN Team frohe, ganz besondere Ostertage daheim!