Ernährung entdecken, ausprobieren und erleben
- Marlene Fürst

- vor 26 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Was haben Kartoffeln, ein Bauernmarkt und Fußball gemeinsam? Sie alle bieten spannende Möglichkeiten, Kindern Ernährung näherzubringen. Auch in diesem Sommer war SIPCAN bei der KinderUni Linz wieder am Start und erstmals auch bei einem Fußballcamp. Im Mittelpunkt beider Workshops stand dabei ein Gedanke: Ernährungswissen soll Kindern Freude machen und möglichst praktisch vermittelt werden.

Kochen als Erlebnis
Bei der KinderUni Linz wurde die Küche wieder für zwei Tage zum Experimentierfeld. Nach einem Besuch und Einkauf auf dem Bauernmarkt wurde geschnippelt, gerührt, gekocht und natürlich gemeinsam verkostet. Die Kartoffel und selbstgemachte Burger standen mit reichlich Zuspeisen und Getränken im Fokus der kulinarischen Reise. Neben der Zubereitung verschiedener Speisen erhielten die jungen Teilnehmer*innen spannende Informationen über Lebensmittel, ihre Herkunft und ihre Bedeutung für eine ausgewogene Ernährung. Durch das praktische Arbeiten konnten die Kinder Ernährung unmittelbar erleben. Aus einzelnen Zutaten entstanden Schritt für Schritt selbst zubereitete Gerichte. Unterstützt wurde das Programm durch kindgerechte Materialien von SIPCAN, die Themen wie ausgewogene Ernährung und Trinken anschaulich und spielerisch vermitteln.

Der richtige Treibstoff für kleine Fußballer*innen
Eine neue Möglichkeit zur Förderung der Ernährungskompetenz der Jüngsten war in diesem Jahr ein Workshop im Rahmen eines Fußballcamps in Pinkafeld. Die Kinder unterschiedlichen Alters beschäftigten sich dabei mit der Frage, was der Körper braucht, um beim Fußballspielen, Trainieren und Toben ausreichend Energie zu haben. Es wurde gemeinsam erarbeitet, welche Rolle Ernährung bei Bewegung spielt. Dabei wurden die Hauptnährstoffe ebenso thematisiert wie Vitamine und Mineralstoffe. Statt theoretischer Wissensvermittlung standen spielerische Übungen im Vordergrund. Beim „Treibstoff-Spiel“ wurde beispielsweise gemeinsam überlegt, ob ein Apfel ein geeigneter Treibstoff für das Fußballspielen sein kann. Außerdem konnten die Kinder aus verschiedenen Lebensmittelbildern ihren eigenen ausgewogenen Teller zusammenstellen.

Ich bau mir meine Jause
Auch eine geeignete Sportjause wurde nicht nur besprochen, sondern direkt zusammen gestellt - aus Naturjoghurt, Banane, Haferflocken, ungesüßten Cornflakes, Nüssen und etwas Zartbitterschokolade. Zum Abschluss wurde noch das Thema Trinken praktisch erlebbar gemacht. Nach 20 Hampelmännern stellte sich schnell die Frage: „Seid ihr durstig?“ Gemeinsam bereiteten die jungen Sportler*innen ein einfaches, kindgerechtes Getränk aus Wasser, etwas Apfelsaft und einer kleinen Prise Salz zu. Es wurde erklärt, warum Flüssigkeit beim Sport besonders wichtig ist und welche Rolle Kohlenhydrate und Elektrolyte bei längerer oder intensiver Bewegung spielen können. Besonders den älteren Kids wurde dabei noch die Info mitgegeben, dass fertige Sportgetränke häufig große Mengen an Zucker oder Süßstoffen enthalten, die sich zwar kurzfristig gut aber langfristig schlecht auf die Leistung auswirken.
Ernährungs- und Gesundheitskompetenz beginnen früh
Ob beim Kochen oder auf dem Fußballplatz: Kinder lernen besonders nachhaltig, wenn sie selbst aktiv werden, ausprobieren und eigene Erfahrungen sammeln können. Es geht darum, Neugier zu wecken, Zusammenhänge verständlich zu machen und einen positiven Zugang zum Thema Essen zu fördern. Wer früh Ernährungsbildung erfährt und auf die eigenen Bedürfnisse achten kann, entwickelt wichtige Grundlagen für einen selbstbestimmten, kompetenten und positiven Umgang mit unseren Lebensmitteln und der eigenen Ernährung.




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