• SIPCAN

Ernte-Dank: Dieses Gemüse bringt uns fit durch den Winter

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Haben Sie auch für die heurige Ernte gedankt? Eine ertragreiche Herbsternte ist tatsächlich ein Grund zum Feiern, denn die vielen Obst- und Gemüsesorten aus der regionalen Landwirtschaft leisten wertvolle Hilfe, um im Herbst und Winter gesund zu bleiben. Diese Gemüse-Köstlichkeiten unterstützen unser Immunsystem besonders gut:


Rote Rüben

Rote Rüben sind deshalb so wunderbar rot, weil sie den natürlichen Farbstoff Betanin enthalten. Betanin ist aber auch ein Antioxidans, das unser Immunsystem vor Schäden bewahrt. Die wertvollen Knollen enthalten weiters auch Vitamin C sowie die Mineralstoffe Zink und Selen, die bei der Bildung von Abwehrzellen gegen Bakterien und Viren unterstützen.

Man kann die Knollen im Ganzen verwerten, indem man sie noch unbearbeitet kocht. Ideal ist die Zubereitung im Dampfkochtopf oder Dampfgarer, weil dabei die wertvollen Nährstoffe am besten erhalten bleiben. Bis die Roten Rüben weich sind, dauert es etwa eine Stunde. Wer den erdigen Geschmack nicht so gerne mag, sollte die Knolle einmal roh probieren, so schmeckt sie nussiger. Allenfalls ein guter Tipp: beim Zubereiten am besten Handschuhe verwenden, denn die rote Farbe färbt stark auf die Hände ab.


Wurzelgemüse

Nicht zu vergessen in der kalten Jahreszeit sind natürlich die vielfältigen „herkömmlichen“ Wurzelgemüse wie Karotten, Pastinaken, Sellerie, aber auch Schwarzwurzeln. Aus ihnen lassen sich wunderbare Suppen und Eintöpfe zubereiten, die uns nicht nur wärmen, sondern viele Vitamine, Mineralstoffe und schützende sekundäre Pflanzenstoffe liefern. Auch gut zu wissen: Die antioxidativ wirksamen Carotinoide in Karotten sind aus Karottensaft für unseren Körper besonders gut verfügbar.


Kürbis

Der Kürbis sollte nicht nur zu Halloween eine tragende Rolle spielen. Ob Butternuss, Muskat oder Hokkaido – es gibt über 100 aromatische, essbare Sorten. Kürbisfruchtfleisch enthält Carotinoide - verantwortlich für die gelbe, orange und rötliche Farbe. Diese wirken antioxidativ, das heißt sie schützen unseren Körper vor reaktiven, schädigenden Radikalen. So werden nicht nur Gewebe und Zellen geschützt, sondern auch die Immunkraft gestärkt. Je dunkler die orange Farbe des Kürbisses, umso mehr Carotinoide sind enthalten. Das gilt auch für die Schale des Hokkaidokürbis, die mitgegessen werden kann. Diese Kürbissorte ist also nicht nur super nährstoffreich, sondern auch sehr einfach bei der Küchenarbeit.

Kürbis enthält außerdem einen weiteren wichtigen Radikalfänger, das Vitamin E. Und noch ein Plus: Die Kürbiskerne enthalten Zink, ein wesentliches Spurenelement für ein funktionierendes Immunsystem. Also nichts wie ran an Ofenkürbis, Kürbissuppe, -gulasch und Co!


Kohlgemüse

Ob Kohlsprossen, Karfiol, Grünkohl, Weiß- oder Rotkraut: Kohlgemüse ist reich an so genannten Glukosinolaten bzw. Senfölen. Diese sekundären Pflanzenstoffe, die für den typischen Geschmack sorgen, wirken antioxidativ und entzündungshemmend. Außerdem gehört Kohlgemüse zu den wahren Vitamin-C-Bomben, wobei das Vitamin C bei den meisten Sorten übrigens erst mit dem Kochen freigesetzt wird. Aufgrund der Hitzeempfindlichkeit von Vitamin C ist es dennoch ratsam auf eine schonende, möglichst kurze Kochzeit zu achten. Weil das wasserlösliche Vitamin außerdem ins Kochwasser übergeht, ist eine Zubereitung mit Dampf ideal, oder auch gleich die Mitverwendung des Kochwassers.

Rotkohl, auch als Rotkraut oder Blaukraut bekannt, ist außerdem reich an Mineralstoffen wie Eisen sowie an den für die rotblaue Färbung verantwortlichen Anthocyanen. Diese sekundären Pflanzenstoffe, die auch in Beeren, Zwetschken oder Trauben vorkommen, wirken antioxidativ und entzündungshemmend.

Weißkraut punktet, zu Sauerkraut vergoren, mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt. Für ein starkes Immunsystem schwören manche daher geradezu auf ein paar Happen roh genossenes Sauerkraut zwischendurch. Durch die enthaltene Milchsäure fördert es obendrein aber auch eine gesunde Darmflora. Sauerkraut enthält außerdem Vitamin B12, ein Vitamin das sonst nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt, und ist daher eine wertvolle Quelle besonders für Veganer.


Und übrigens: Das bei vielen Menschen beliebte und weit verbreitete Herbstfest Erntedank hat eine Tradition, die bis in die Zeit der Römer zurück reicht. Schon vor mehr als zwei Jahrtausenden haben sie Gott für die Gaben der Ernte gedankt, die das Überleben im Winter gesichert haben.