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Studien zur Prävention: Unsere Top 3

Unsere WissenschafterInnen haben die interessantesten Studien aus dem letzten Jahr zum Thema Prävention recherchiert. Hier sind unsere TOP 3:


(3) Aspirin bei gesunden Älteren In einer randomisierten, kontrollierten Studie wurden 19.114 gesunde ältere Personen ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen entweder täglich 100 mg Aspirin oder ein Placebo verabreicht. Dabei zeigte sich, dass Aspirin zu einer signifikant erhöhten Blutungsrate führte, jedoch es zu keiner geringeren Rate an Herzkreislauf-Erkrankungen kam. Das bedeutet, dass ältere, gesunde Menschen wegen dieses erhöhten Blutungsrisikos nicht täglich Aspirin nehmen sollten.

(McNeil JJ, et al. N Engl J Med. 2018; 379:1509-1518)


(2) Omega-3-Fettsäuren Eine Meta-Analyse bestehend aus 79 randomisierten, kontrollierten Studien mit 112.059 Proband/innen untersuchte die Auswirkungen von Omega-3-Fettsäuren aus Fisch und Pflanzen. Die Studien dauerten zwischen zwölf und 72 Monate und umfassten Erwachsene mit kardiovaskulärem Risiko. (Üblicherweise wird eine Aufnahme von 0,25 g pro Tag empfohlen.) In den Studien wurden Omega-3-Dosierungen zwischen 0,5 g und über 5 g pro Tag untersucht. Eine Erhöhung von Omega-3-Fettsäuren hatte laut Analyse jedoch wenig Einfluss auf die Mortalität oder die kardiovaskuläre Gesundheit

(Abdelhamid AS, et al. Cochrane Database Syst Rev. 2018 Nov 30;11)


(1) Entzündungshemmende Ernährung zur Prävention Ernährung und chronische Inflammation werden als Risikofaktoren für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Mortalität angesehen. Eine Meta-Analyse bestehend aus 14 Studien (2 Fall-Kontroll- und 11 Kohortenstudien) mit 157.884 Proband/innen untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Entzündungspotential der Ernährung, gemessen am Ernährungs-Inflammationsindex und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Ergebnisse dieser Meta-Analyse zeigten einen positiven Zusammenhang zwischen dem Anstieg des Ernährungs-Inflammationsindexes, der auf eine entzündungsfördernde Ernährung hinweist, und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Personen in der höchsten Kategorie zeigten, gegenüber der niedrigsten, ein um 36% erhöhtes Risiko für das Auftreten und die Mortalität von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Folglich bestätigen die Ergebnisse die Bedeutung einer gesünderen, entzündungshemmenden Ernährung zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der damit verbundenen Mortalität. (Shivappa N, et al. Nutrients. 2018 10:200)