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Getränke richtig wählen!

Ausreichend trinken ist für uns alle wichtig, denn ein Flüssigkeitsmangel macht sich sehr schnell in Form von Aufmerksamkeitsschwankungen oder auch Kopfweh bemerkbar. Als ideale Durstlöscher gelten Wasser und Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sowie gespritzte Fruchtsäfte. Doch wie können wir angesichts des Getränkeangebots im Supermarkt abseits von diesen idealen Durstlöschern Getränke auswählen?


Die SIPCAN-Getränkeliste-Kriterien bringen es einfach auf den Punkt:

· maximal 6,7 g Zucker pro 100 ml

· keine Süßstoffe

Ein Blick auf die Zutatenliste und Nährwertangaben genügt also, um eine gesundheitsförderliche Entscheidung zu treffen!


Tipp! Immer mehr österreichische Getränkeproduzenten verwenden unser Getränkelisten-Logo auf den Produktetiketten, um jene Getränke zu kennzeichnen, die unseren Kriterien entsprechen!


Für alle Wissbegierigen, die gerne noch besser informiert sein wollen, liefern wir hier eine Erklärung, was genau es mit diesen Kriterien auf sich hat:


Die Empfehlung der WHO lautet, dass weniger als 10 % der täglichen Energieaufnahme aus zugesetztem Zucker (z.B. Saccharose, Glucose, Fructose sowie Zucker aus Honig, Sirup und Fruchtsäften) zugeführt werden soll. Bei einem angenommenen Durchschnittswert zum Energiebedarf von 2450 kcal wären dies circa 60 g Zucker pro Tag. Unter der weiteren Festlegung, dass mit einem halben Liter Getränk (gängige Gebinde) maximal die Hälfte dieser täglichen Obergrenze aufgenommen werden sollte, ergibt sich ein Wert von 30 g pro 500 ml. Dies entspricht einem Wert von 6 g Zucker pro 100 ml. Unter Berücksichtigung eines Toleranzbereichs von 12 %, kann ein Getränk maximal 6,7 g zugesetzten Zucker pro 100 ml beinhalten.


Süßstoffe haben die Aufgabe Zucker zu ersetzen. Damit lassen sich zwar Kalorien einsparen, es findet aber wie bei Zucker eine Gewöhnung an eine bestimmte Süße statt. Eine Gewöhnung an einen weniger süßen Geschmack und damit eine geringere Zuckeraufnahme insgesamt wird durch den Konsum von Produkten mit sowohl künstlichen als auch natürlichen Süßstoffen nicht gefördert. Den in Lebensmitteln und Getränken zulässigen Süßstoff-Höchstmengen liegen täglich erlaubte Aufnahmemengen, sog. ADI-Werte (in mg/kg/KG), zugrunde, die von der Europäischen Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) festgelegt werden. Je höher die Gesamtaufnahme von Süßstoffen aus Getränken und Lebensmitteln desto höher wird, insbesondere bei Kindern wegen ihres geringen Körpergewichts, die Wahrscheinlichkeit der Überschreitung dieser täglich erlaubten Aufnahmemengen. In einer Übersichtsarbeit und in einer Kohortenstudie konnte außerdem für Kinder ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von mit Süßstoff gesüßten Produkten und einer Zunahme des Körpergewichts gezeigt werden.


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