Tipps zur Müsli-Wahl

Wählen Sie ideale Müsliprodukte und Cerealien!

ungesüßte (Vollkorn-) Getreideflocken

ungesüßte Cornflakes

selbst zubereitetes Müsli (ohne Zuckerzusatz)

Für alle anderen Müsliprodukte und Cerealien gilt:

Achten Sie auf die Orientierungskriterien!

  • max. 20 g Zucker pro 100 g (inkl. natürlich enthaltenem Zucker)

  • keine Süßstoffe und/oder Zuckeraustauschstoffe

  • Fettgehalt max. 20 g pro 100 g

Achten Sie auf den Fruchtgehalt!

  • Vergleichen Sie den Fruchtanteil. Natürlich enthaltener Zucker ist gegenüber zugesetztem Zucker zu bevorzugen.

  • Je höher der Fruchtanteil im Produkt, desto höher ist auch der Anteil an natürlich enthaltenem Zucker.

Achten Sie auf den Ballaststoffgehalt!

  • Greifen Sie bevorzugt zu Müsliprodukten und Cerealien mit einem hohen Ballaststoffanteil.

  • Ballaststoffe bewirken einen langsameren Anstieg des Blutzuckerspiegels und beeinflussen das Sättigungsgefühl positiv.

SIPCAN Müsli-Check

Die Ziele des Müsli-Checks sind:

Übersicht über das Sortiment an Müsliprodukten und Cerealien am österreichischen Markt

Orientierungshilfe für Konsument*innen

Ansporn für Hersteller*innen von Müsliprodukten und Cerealien den Zuckergehalt ihrer Produkte weiter zu senken

Orientierungshilfe für Konsument*innen

Ansporn für Hersteller*innen von Müsliprodukten und Cerealien den Zuckergehalt ihrer Produkte weiter zu senken

Welche Müsliprodukte und Cerealien werden gecheckt?

  • Produkte wie z.B. Früchtemüsli, Cornflakes und andere Cerealien, Knuspermüsli, Porridge etc., die am österreichischen Markt erhältlich sind

  • nicht berücksichtigt werden ungesüßte Getreideflocken und ungesüßte Cornflakes, die ohnehin als ideale Produkte gelten

Wie kommen wir zu unseren Orientierunskriterien?

Zuckergrenze von max. 20 g Zucker pro 100 g Produkt:

Die WHO-Empfehlung lautet, dass weniger als 10 % der täglichen Energieaufnahme aus freiem Zucker stammen soll.

Unter "freiem Zucker" werden alle Zuckerarten verstanden, die während des Produktionsprozesses oder der Zubereitung Speisen und Getränken hinzugefügt werden. Aber auch jener Zucker, der natürlicherweise in Honig, Sirup, Fruchtsaftkonzentraten und Fruchtsäften vorkommt, wird darunter verstanden.

Unter der Festlegung, dass sich diese Zuckerzufuhr auf täglich fünf Mahlzeiten verteilt und eine dieser Mahlzeiten aus Müslis bzw. Cerealien und gegebenenfalls weiteren zuckerhaltigen Lebensmitteln (wie z.B. Milchprodukte oder Fruchtsaft) besteht und unter der Berücksichtigung einer üblichen durchschnittlichen Portionsgröße von 40 g sowie eines Toleranzbereichs von 33 %, ergibt sich ein Orientierungswert von 20 g Zucker pro 100 g Produkt. 

Keine Süßstoffe und/oder Zuckeraustauschstoffe:

Süßstoffe haben die Aufgabe Zucker zu ersetzen. Damit lassen sich zwar Kalorien einsparen, es findet aber wie bei Zucker eine Gewöhnung an eine bestimmte Süße statt. Außerdem gibt es in wissenschaftlichen Studien Hinweise auf mögliche negative Effekte eines regelmäßigen, hohen Süßstoffkonsums, insbesondere bei Kindern.

Maximal 20 g Fett pro 100 g Produkt:

Der Grenzwert für den Fettgehalt orientiert sich an den DACH-Referenzwerten, in denen empfohlen wird, dass die tägliche Energiezufuhr zu 30 bis 35 % durch Fett abgedeckt wird. Unter der Festlegung, dass sich diese Fettzufuhr auf täglich fünf Mahlzeiten verteilt und eine dieser Mahlzeiten aus Müslis oder Cerealien und gegebenenfalls weiteren fetthaltigen Lebensmitteln (z.B. Milchprodukte) besteht und unter der Berücksichtigung einer üblichen, durchschnittlichen Portionsgröße von 40 g, ergibt sich ein Orientierungswert von 20 g Fett pro 100 g Produkt.

Wie kommen wir zu den Informationen?

Neben dem Zucker-, Süßstoff- und Fettgehalt führen wir auch Informationen über den Fruchtanteil, den Ballaststoffanteil und ob ein Produkt biologisch ist an. Diese Angaben erheben wir entweder durch eine Recherche im Einzel- und Großhandel oder durch die direkte Kontaktaufnahme mit der produzierenden Firma.