Die Situation der Erwachsenen

“Es muss dringend etwas unternommen werden,
bevor die tickende Zeitbombe
der zunehmenden Lebensstilerkrankungen explodiert“
Univ. Prof. Prim. Dr. Friedrich Hoppichler


Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen wie Fettleibigkeit, Diabetes, Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen fordern in den westlichen Industrienationen bereits mehr Todesopfer als Krebserkrankungen. Schätzungen für Österreich offenbaren eine „tickende Zeitbombe“

Laut Ersten Österreichischen Adipositasbericht 2006 gelten Übergewicht und Adipositas als Hauptgesundheitsproblem dieses Jahrhunderts. Weltweit sind über eine Milliarde Menschen übergewichtig (BMI 25,0-29,9 kg/m2und mehr als 300 Millionen adipös (BMI>30 kg/m2). Es wird geschätzt, dass in einer Population von einer Million Menschen zwischen 35 und 84 Jahren folgende Häufigkeiten an Erkrankungen auf eine bestehenden Adipositas zurückzuführen sind:

Weiters ist Übergewicht oder Adipositas schätzungsweise für 3,4 % aller Krebserkrankungen bei Männern und für 6,4 % bei Frauen verantwortlich.

Mit einer Fülle von Begleit- und Folgeerkrankungen (inkl. psychischer Erkrankungen wie Essstörungen und Depression) wurde die Adipositas als „Epidemie des 21. Jahrhunderts“ bereits 1987 von der WHO als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt. Die Zunahme der so genannten „Lebensstilerkrankungen" ist mit enormen ökonomischen Kosten im verbunden, die nur durch umfassende, präventive Maßnahmen verhindert werden können.